//WerteUnion – Zwergenversammlung bei CDU/CSU

WerteUnion – Zwergenversammlung bei CDU/CSU

Die Bundesversammlung der “WerteUnion” der CDU/CSU hat am Wochenende ein “Konservatives Manifest” beschlossen. Die Hoffnung, dass die Merkel-Partei zur Vernunft kommen könnte, ist jedoch unangebracht.

Die 2017 gegründete WerteUnion der Unions-Parteien ist eher Trauerspiel als konservativer Hoffnungsschimmer. Auf der “Bundesversammlung” sind gerade mal 90 Teilnehmer zu finden.

Ferner lässt die stolze Aussage des Bundesvorsitzenden Alexander Mitsch, dass “zunehmend prominente Politiker die konservative Organisation anerkennen” tief blicken. Was heißt das denn? Die WerteUnion ist vom Großteil der Unions-Promis nicht mal anerkannt. Der weitestgehende Erfolg für die konservativen Zwerge scheint zu sein, dass ihnen Jens Spahn ein Briefchen zum Vorlesen geschickt hat. Der prominenteste CDU-Politiker vor Ort war der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Manuel Hagel, der als Gastredner aufgetreten war. In der WerteUnion selbst ist kein Politiker zu finden, der die Hoffnung hat, in CDU oder CSU irgendwann mal Karriere zu machen.

Eine kurze Zusammenfassung der Zwergenversammlung:

Die 90 Teilnehmern der bundesweiten Veranstaltung stellen im Verhältnis zu den 567.000 Parteimitgliedern der Unions-Parteien eine mikroskopisch kleine Minderheit von 0,016 Prozent dar.

1) Die WerteUnion ist ein konservatives Splitter-Grüppchen ohne Mitspracherecht, ohne Bedeutung. Die Schwulen in der Union (LSU) hatten bei Ihrer letzten Mitgliederversammlung mehr als doppelt so viele Teilnehmer und Jens Spahn als Redner vor Ort.

2) Eingeständnis: Wenn die WerteUnion formuliert, um was sie in der CDU/CSU kämpfen will, ist das eine Zusammenstellung dessen, was die Union hinter sich gelassen hat: Die politischen Wege eines Konrad Adenauers und Ludwig Erhards.

3) Die Forderungen aus dem beschlossenen Manifest der WerteUnion lesen sich wie ein kleiner Abklatsch des AfD-Programms:

  • Abschaffung der ungesteuerten Zuwanderung und der doppelten Staatsbürgerschaft
  • Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards
  • Der Islam gehört nicht zu Deutschland
  • Türkei kann nicht Mitglied der EU werden
  • Ablehnung der Schulden- und Bankenunion
  • Ablehnung eines EU-Zentralstaates
  • Finanzielle Entlastung “der arbeitenden Bevölkerung” und von Familien mit Kindern
  • Stoppen des “Abwälzen aktueller Probleme auf zukünftige Generationen”

Zur ganzen Wahrheiten fehlt den konservativen Zwergen jedoch der Mut, oder die Einsicht: Der Euro als gescheiterte Währungsunion, die konkrete Forderung nach dem Schließen der Grenzen, und die Erkenntnis, dass nicht nur der Islamismus, sondern der Islam an sich bereits ein Problem mit unserer freiheitliche-demokratischen Grundordnung hat.

Die Notwendigkeit der AfD

Jens Spahn schreibt in seinem Gruß-Brief, die Forderungen der WerteUnion könnten die AfD überflüssig machen. Im Umkehrschluss heißt dies, dass die AfD notwendig ist. Und diese Notwendigkeit wird auch bleiben, Herr Spahn, denn die Hoffnung, dass sich inkonsequenten Forderungen des Splittergrüppchens durchsetzen, bevor sich Deutschland abgeschafft hat, scheint gering. Wer auf die WerteUnion hofft, setzt auf das falsche Pferd. Das Pferd ist tot.


 

Ein Bericht über das Treffen der WerteUnion in der Jungen Freiheit:

 

2018-04-09T09:46:29+02:009 April, 2018|Kategorien: Politik Allgemein|Tags: |

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