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Digitalkabarett belegt Regierungsversagen

Bundeskabinett im digitalen Aufbruch? Eher “Regierungskabarett im Untergang” zu sein.

Mit der GroKo habe ich eigentlich fertig. Euro-Rettung, Zuwanderungs-Katastrophe, Klimahysterie und Rentenvernichtung. Das politische Selbstzerstörungsprogramm für Deutschland scheint ausgereizt. Doch immer wieder schafft das Gruselkabinett neue Humoresken, die eine Kommentierung erzwingen. So auch die gestrige “Digitalklausur” in Meseburg bei Berlin.

Bereits bei der fachlichen Beurteilung des “digitalen Aufbruchs” finde ich die stolzen Worte des CSU-Verkehrministers von einer derzeitigen Flächenabdeckung des Mobilfunks von 97,5 Prozent irgendwie witzig. Ich kann hier in der Oberpfalz, im bayerischen Lederhosen-HighTech-Land der CSU, keine 30 Kilometer Autobahn (A3/A6) fahren ohne Funkloch. Von den Dörfern sprech ich jetzt mal gar nicht. Und auch beim Bahnfahren erinnere ich mich ab und zu daran, dass die Regierung der Physikerin Merkel seit 2005 modernste digitale Infrastruktur verspricht. Wir diskutieren über 5G und befinden uns bei dem 2010 in Deutschland eingeführten LTE maximal auf Entwicklungsland-Niveau.

Als der Staatsfunk-Sprecher der Tagesschau dann die unterbrochene Live-Verbindung zur Digitalklausur mit dem Hinweis “ich fürchte, wir haben ein Funkloch nach Meseberg gehabt” zum nächsten Beitrag übergeht, ist selbst mein gut ausgebildeter Sarkasmus strapaziert.

Das Rauten-Kabarett ist nicht nur Inbegriff der maximalen Wohlstands- und Zukunfts-Vernichtung, wir sind Zeuge des größten Regieruns-Schwindels der Bundesrepublik.

Aber was können wir von diesen Figuren anders erwarten. Die Digital-Ministerin Dorothee Bär, ganz rechts auf dem Klausur-Foto, ist bereits beim Zusammenstellen Ihrer Kleidung überfordert, wie soll sie da Deutschlands Digitalisierung organisieren. Die Bundeskanzlerin versuche ich ja zumindest bezüglich Kleidung bei meinen Kindern als Vorbild zu erwähnen. Nicht der Attraktivität wegen, sondern unter dem Gesichtspunkt der Sparsamkeit. Leider hat ein respektloser Sohn die praktische Relevanz für den Familian-Haushalt zurückgewiesen. Ihm würden die gebrauchten Jacken von Kim Il Sung nicht passen.

Auch der Andi Scheurer, der uns als Infrastruktur-Minister die digitale Zuständigkeit androht, gibt kein gutes Bild ab. Optisch macht er natürlich was her mit seinem schicken Schal und seiner Harry Potter Brille. Doch die politische Bilanz des CSU-Ministers weist nur ein paar coole Sprüche auf. Ansonsten muss er auf der Soll-Seite verbucht werden. Eine Belastung für unser Land. Der aktuelle Bericht des (CDU-geführten!) Rechnungshofes zeigt rechtswidriges Verhalten und die Tatsache, dass er es mit der Wahrheit nicht so ernst nimmt.

Als Resümee bleibt: Germany, Lights Out. Gute Nacht Deutschland.

 


Für weitere Informationen (ohne Sarkasmus) lesen Sie hier im Tagesspiegel:

https://www.tagesspiegel.de/politik/digitalklausur-in-meseberg-wie-merkel-ihrem-selbstgesteuerten-abschied-immer-naeher-kommt/

https://www.tagesspiegel.de/images/Fklausurtagung-bundeskabinett.jpg

2019-11-19T12:36:29+01:0019 November, 2019|Kategorien: Energie, Technik und Infrastruktur, Politik Allgemein|Tags: , |

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