//Die Heuchelei der Euro-Populisten

Die Heuchelei der Euro-Populisten

Verbot von Negativzinsen für Sparer. Super-Populist Markus Söder hat wieder zugeschlagen, wurde aber ein paar Tage später vom offiziellen Regierungsheuchler Olaf Scholz getoppt. Wenn sich der Sheriff von Nottingham als Robin Hood ausgibt.

Was steckt wirklich hinter den Nebelkerzen der Euro-Populisten?

Die Ursache des Negativzinses

Wenn Söder und Scholz Negativzinsen für Sparer verbieten wollen, ist das billige Verschleierungstaktik. Die Negativzinsen sind ja keine Erfindung der Banken, um die Kunden über den Tisch zu ziehen. Die Negativzinsen sind der letzte Versuch des Euro-Scharlatans Draghi, die im Sterben liegende Währung mit seiner gigantischen EZB-Maschinerie künstlich am Leben zu halten. Falls es der Bürger-Versteher Söder also ehrlich meinen würde, müsste er Draghi, sprich der EZB mit einem Verbot von Negativzinsen drohen. Doch das wäre natürlich auch geheuchelt, handelt Draghi ja offiziell mit Wohlwollen der Politik, inoffiziell gar im Auftrag der Politik. Solange das größte Währungsexperiment der Weltgeschichte nicht als Feldversuch sondern als Herz Europas ausgegeben wird, bleibt die Euro-Euthanasie politisch unerwünscht. Nachdem die jahrelange künstliche Beatmung des Euro durch die Nullzins-Politik die Währung nicht aus dem Koma geholt hat, greift Draghi nun ganz hinten in den Giftschrank. Doch für den Negativzins gibt es keinen Beipackzettel. Der Negativzins ist kein währungspolitisches Medikament, seine Anwendung ist schlicht nicht vorgesehen und findet allenfalls in der währungspolitischen Alchemie Erwähnung.

Verabreichungsform Staatsanleihen

Seit jeher arbeitet die Alchemie aber nicht mit Wundermitteln, und so arbeiten die Euro-Alchemisten auch eher mit simplen Täuschungen. Ein eleganter Taschenspielertrick ist der Staatsanleihen-Zauber. Hierbei präsentiert der Zaubermeister Draghi stinkende Pferdeäpfel – in Gestalt von fauligen Staatsanleihen – als glänzenden Schmuck und deponiert diese vergammelten Stücke in seine goldbeplankte Schatzkiste. Dass die Umwandlung sowie die Lagerung als Scharlatanerie verboten sind, stört den großen Zauberer nicht. Er handelt ja im wohlwollenden Wissen der Herrscher, man munkelt gar von deren Auftrag.

Den größten, wenn auch vielleicht nicht den fauligsten Pferdeapfel, hat Zaubermeister Draghi dem roten Baron Scholz abgekauft. Ja, dem Olaf Scholz, der in dem Mühlhausen gleichenden Hamburg gescheitert ist, und sich nun mit seiner Geschichte über das Verbot der Negativzinsen die Gunst des einfachen Publikums erheischen will. Für diesen Pferdeapfel hat der Zaubermeister dem roten Baron und seiner Herrscherfamilie 515 Milliarden Euro1 zugesteckt.

 


1 Die EZB hat insgesamt Staatsanleihen in Höhe von unglaublichen 2,6 Biollionen Euro gekauft. Die größten Anteile haben hier:
515 Mrd. Deutschland, 420 Mrd. Frankreich, 360 Mrd. Italien

Mehr dazu hier:

https://www.handelsblatt.com/wertpapierkaeufe-welche-anleihen-die-ezb-in-ihrem-depot-hat-eine-bilanz

 

 

2019-08-27T21:06:29+01:0027 August, 2019|Kategorien: Geld- und Währung|Tags: , , , |

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