//Der Tanz mit der Wahrheit – 18.06.2021 – Grüne Lügen

Der Tanz mit der Wahrheit – 18.06.2021 – Grüne Lügen

Die Mittelbayrische Zeitung hat den grünen Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt bei einem Schulbesuch begleitet. Im gestern erschienenen Artikel erläutert Schmidt den Schülern, dass er sich im Bundestag ärgere, wenn Lügen verbreitet würden, wie dies so manches Mal vonseiten der AfD geschehe. Ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung der Kinder, sollen sie doch frühzeitig wissen, wer die Guten und wer die Bösen sind.

Interessant wäre jedoch zu wissen, welche Lügen er denn von der AfD-Fraktion im Bundestag gehört haben will. Aktuell sind ja eher die Lügen der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Gespräch. Diese musste wiederholt ihren Lebenslauf korrigieren, da einige der Angaben offensichtlich falsch waren. Obwohl der Lebenslauf eher überschaubar ist, mussten die Grünen im Laufe der letzten Wochen mindestens sieben geschönte Einträge richtigstellen. In den grün-linken Medien wie der Mittelbayrischen ging man jedoch gewohnt milde mit den Verfehlungen um und erwähnte in einem kleinen Absatz ohne Hintergrund-Informationen, dass die “Grünen-Kanzlerkandidatin” unkorrekte Angaben “präzisiert” habe. Baerbock selbst hat in einem Interview die Frage nach der Beschönigung ihres Lebenslaufes zurückgewiesen und erläutert, dass die Angaben lediglich “sehr schlampig” gewesen seien. Bereits wenige Wochen zuvor war Barbock wegen unwahrer Angaben ihrer Nebeneinkünfte aufgeflogen, sie musste mehr als 25.000 zusätzlicher Einkünfte – die sie von ihrer eigenen Partei erhalten hatte – nachmelden.

Aber mit den Finanzen nehmen es die Grünen offensichtlich nicht allzu genau, auch der ehemalige Grünen-Hoffnungsträger Cem Özdemir, der bereits vor Jahren über eine Bonusmeilen-Affäre gestolpert war, ist diesmal wieder mit dabei. Er musste mehr als 20.000 Euro Nebeneinkünfte nachmelden.

Um wieder auf die politische Schulveranstaltung des Herrn Schmidt zurückzukommen: Auch dessen Angaben über das Gehalt von Bundestagsabgeordneten wirft Rätsel auf. Er hatte den Schülern zur Auskunft gegeben, sein Verdienst betrage nach Steuern und Abgaben “rund 5000 Euro”. Bei einer kleinen “Präzisierung” würde er sicherlich korrigieren, dass alleine seine “steuerfreie Aufwandsentschädigung” 4.561 Euro beträgt, zu den 10.083 Euro “Abgeordnetenentschädigung” im Monat hinzu. Die ebenso steuerfreien Extras wie (die privat nutzbare) 1. Klasse Bahnkarte (> 7.000 Euro), eine Büroausstattung von bis zu 12.000 Euro, 1. Klasse Flugreisen-Erstattung usw. hätten die armen Schulkinder sicherlich überfordert. Auch die 22.795 Euro, die dem Abgeordneten zur Anstellung von Mitarbeitern im Monat zur Verfügung stehen, könnten für Verwirrung sorgen. Und wenn Herr Schmidt erwähnt hätte, dass er – ohne einen Cent Rentenversicherung einzubezahlen – bereits nach vier Jahren Bundestag rund 950 Euro zusätzliche Rente erhält, hätte das vielleicht bei den Eltern der Kinder leichtes Unverständnis hervorgerufen. Für diesen Rentenbetrag muss ein 3.000 Euro Bruttoverdiener etwa 30 Jahre arbeiten.

2021-06-18T10:04:44+02:0018 Juni, 2021|Kategorien: Politik Allgemein|Tags: |

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