//Der Euro-Karneval geht weiter

Der Euro-Karneval geht weiter

Der Euro-Imperator Draghi schlägt nochmal richtig zu. Der erst Anfang 2019 vollmundig angekündigte Stopp des Anleihekaufprogramms geht in die nächste Runde. Ab September heißt es in der EZB wieder: Alle Schleusen öffnen.

Die Geldfluten dienen vor allem der Rettung maroder italienischer Banken, deren Überleben im Sommer ohne Infusion gefährdet ist. Die gestrige Ankündigung des EZB-Rates erklärt wohl auch, wieso die italienische M5S-Lega Regierung den vormals angedrohten Euro-Ausstieg nicht mehr thematisiert hat: Die Geldspritze war längst verhandelt. Kein Land soll den Euro verlassen. Koste es, was es wolle. Seit März 2015 hat die EZB 2,6 Billionen Euro in den Kauf von Anleihen gesteckt.

Am 10.03.2016 haben die Euro-Diktatoren den Versuch gestartet, die Marktwirtschaft mit einer nie dagewesenen Verzinsung von 0,0 Prozent außer Kraft zu setzen. Für Bargeldeinlagen bei der EZB gilt seit Juni 2014 gar ein negativer Zinssatz. Eine marktwirtschaftliche Unmöglichkeit. Doch die wirtschaftlichen Naturgesetze lassen sich nicht auf Dauer aushebeln. Bereits ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher könnte hier für Aufklärung sorgen. Aber Politiker scheuen unzensierte Lektüre, finden sich dort allzu oft Hinweis auf die Dummheit ihrer eigenen Spezie.

https://www.srf.ch/neue-geldspritzen-fuer-banken-ezb-ueberrascht-maerkte-mit-massnahmenpaket

2019-03-08T17:18:17+02:008 März, 2019|Kategorien: Geld- und Währung|Tags: |

About the Author: