Bayern SPD: Europapreis für Flüchtlingskapitän Reisch

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Bayern SPD: Europapreis für Flüchtlingskapitän Reisch

Claus-Peter Reisch hat mit seinem Schiff „Lifeline“ Ende Juni 234 Afrikaner nach Europa transportiert und steht deshalb in Malta vor Gericht. Für die bayerische Landesvorsitzende der SPD, Natascha Kohnen, kein Problem. Im Gegenteil, „er hält die Werte unserer Gemeinschaft am Leben“ und wird von der bayerischen SPD mit dem „Europapreis“ ausgezeichnet.

Die Auszeichnung für den Flüchtlingskapitän Reisch zeigt einmal mehr die seltsamen Vorstellungen der SPD:

Schleuserhilfe als „europäische Idee“?

Der in Malta wegen mehrerer Rechtsverstöße bei dem Transport der Flüchtlinge nach Europa vor Gericht stehende Reisch habe sich in besonderer Weise um die europäische Idee und die Werte der EU verdient gemacht. Ferner erklärt die SPD-Vorsitzende Kohnen in der Pressemitteilung vom 17.07.18 „Der Schutz der Menschenwürde ist das oberste Ziel der Europäischen Union“.

Die EU fällt ja immer wieder durch abstruse Vorhaben und Ziele auf, aber das ist nun wirklich ein Hirngespinst der SPD. Als Ziel der EU ist der Schutz der Menschenwürde überhaupt nicht erwähnt. Vielmehr ist die Rechtsstaatlichkeit als ein Hauptziel der EU genannt, und die gezielten Flüchtlingstransporte privater Schiffe verstoßen eindeutig gegen geltendes Recht.

Unabhängig von den Werten und Zielen der EU, der Flüchtlingstransport ist nicht „Signal der Rückkehr zur Humanität“, wie von der SPD propagiert. Die Aktionen der Lifeline und anderer selbsterkorener Flüchtlings-Schifffahrer sind vielmehr „Signal zum Aufbruch nach Europa“ für Millionen Afrikaner. Die Hoffnung von einem Gutmenschen-Rettungsschiff bereits kurz vor der afrikanischen Küste aufgelesen und ab dort kostenlos in den europäischen Wohlstand überführt zu werden zieht einen anschwellenden Migrantenstrom aufs Meer. Den Schleusern wird es gefallen, das bringt neue Kundschaft und höhere Gewinnspannen.

Nicht die Seenotrettung ist „gelebte Humanität“ sondern die Hilfe vor Ort.

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2018-07-18T12:11:16+00:00 18 Juli, 2018|Zuwanderung, Asyl und Staatsangehörigkeit|

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